Dirk Lewandowski: Wir brauchen tausend Suchmaschinen

Der Ausgangspunkt unserer Bewegungen im Internet ist meist eine Suche. Suchmaschinen sind die zentrale Infrastuktur dafür und Google der Platzhirsch, an dem wir kaum vorbeikommen. Warum ist das so? Haben wir nicht die freie Wahl? Gibt es Alternativen?

Dirk Lewandowski, Professor für Information Research und Information Retrieval an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, gibt Antworten Auf diese Fragen. In seinem Vortrag am Centre for Digital Cultures der Leuphana Universität Lüneburg gibt er uns Einblick in Nutzerstudien, die u.a. im Rahmen der gegen Google anhängigen Kartelluntersuchung der EU durchgeführt wurden und legt dar, inwiefern die Positionierung und Gestaltung der Suchergebnisse unser Verhalten beeinflussen. Als Alternative zur Monopol-Stellung von Google stellt er die eines freien Suchindex vor, der Ausgangspunkt für unzählige Suchmaschinen und daran anknüpfende Geschäftsmodelle wäre. “Ich halte überhaupt nichts davon, eine alternative Suchmaschine zu gründen, sondern wir brauchen tausend Suchmaschinen” so Lewandowski.

Aktuell veranstaltet  Suma e.V. gemeinsam mit der der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg einen Kongress zum Thema:

Das Internet im Zeitalter von Überwachung und Manipulation – Der Offene Web-Index und andere Gegenmittel
Mittwoch, 11. Februar 2015 von 10 bis 18 Uhr, Kunst- und Mediencampus Hamburg, Karl.-H.-Ditze-Hörsaal

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