Transparenz und Partizipation

Eine Beteiligung der Zuschauer an der Entscheidung über Formate und Themen könnte beitragen, das Akzeptanzproblemen öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu verringern. Dabei sollten auch die Kostenstrukturen offengelegt werden.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat ein Legitimationsproblem: Junge Menschen meiden zunehmend das öffentlich-rechtliche Angebot, das böse Wort vom „Rentner-Rundfunk“ oder „Kukident-Sender“ macht die Runde und die Anstalten werden für ihr mangelndes Transparenzgebaren kritisiert. Auch wenn die Existenz der Öffentlich-Rechtlichen verfassungsrechtlich garantiert ist, müssen sie sich dieser Kritik stellen – ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der keine Akzeptanz bei den Beitragszahlern mehr hat, dürfte auf lange Sicht politisch nur schwer haltbar sein. Schon jetzt liegt die durchschnittliche Zahlungsbereitschaft der Nutzer öffentlich-rechtlicher Medien lediglich bei etwa der Hälfte der tatsächlichen monatlichen Abgabe von 17,98 Euro (1). Das können die Sender nicht dauerhaft ignorieren. Continue reading

Innovationspreis-IT für Playwall

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Auszeichnung für Inkubator-Projekt „Playwall“ mit dem Prädikat BEST OF 2015

Ein ‘innovatives IT-Produkt mit hohem Nutzwert für den Mittelstand’ – so bewertete die Jury des Innovationspreises-IT der Initiative Mittelstand das Inkubator-Projekt Playwall, das im Forschungsbereich Grundversorgung 2.0 unter Leitung von André Grzeszyk und Oliver Rauch entstanden ist. Die individuell gestaltbare Plattform für Bewegtbilder wurde unter 5000 Einreichungen als eine der zwanzig besten Lösungen in der Kategorie „Wissensmanagement“ ausgezeichnet. „Über die Anerkennung und Aufmerksamkeit für ,Playwall‘ als neuartige Lösung für multiperspektivisches Storytelling im Netz freuen wir uns sehr“, sagt Oliver Rauch. Der Innovationspreis-IT wird seit 12 Jahren von der Initiative Mittelstand verliehen und prämiert innovative und praktikable Produkte, Dienstleistungen und Lösungen im Bereich der Informationstechnologie und der Kommunikation, die für den deutschen Mittelstand von besonderem Nutzen sind.

The other Side of Convergence

Paradigm shift in German PSM opens opportunity

The decision for a public service youth platform on the Internet makes one feel like Alice in wonderland.

The decision for a public service youth platform on the Internet makes one feel like Alice in Wonderland (Engraving by John Tenniel 1865, source: Wikipedia).

In October 2014, the Prime Ministers of the German federal states instructed ARD and ZDF to devise an online-only youth offer – without connection to broadcast programmes, without three-step-test, without 7-day-depublication. This is nothing short of a paradigm shift in German media policy: the end of the primary role of linear broadcast and the secondary nature of online. The youth platform loses its convergent navel-cord to its technological origins in mass-media. PSM has arrived on the net. Or in the words of ARD-chief Lutz Marmor: “What is forward-looking about it is that the limitations on the Internet cease to apply.” Continue reading

Der Rivvapolittaucher – Vision eines Nachrichtenaggregators von Lorenz Lorenz-Meyer

Aus unzähligen Quellen, aus privaten Blogs, Twitter-Feeds, Facebook-Links, öffentlich-rechtlichen und privaten Medien sowie den verschiedenen journalistischen Marken setzen sich die individuellen Nachrichten für den einzelnen User, den ehemaligen Leser, Hörer und Zuschauer zusammen. Die prinzipielle Gleichstellung der Inhalte und die fehlende Gatekeeper-Funktion durch Redakteure und Experten führten im Netz laut Habermas dazu, dass es weniger gemeinsame gesamt-gesellschaftliche politische Diskurse gäbe. Wie können wir erreichen, das Themen nicht mehr isoliert voneinander betrachtet werden? Wie gesellschaftlich relevante Themen herausfiltern?

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Dirk Lewandowski: Wir brauchen tausend Suchmaschinen

Der Ausgangspunkt unserer Bewegungen im Internet ist meist eine Suche. Suchmaschinen sind die zentrale Infrastuktur dafür und Google der Platzhirsch, an dem wir kaum vorbeikommen. Warum ist das so? Haben wir nicht die freie Wahl? Gibt es Alternativen?

Dirk Lewandowski, Professor für Information Research und Information Retrieval an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, gibt Antworten Auf diese Fragen. In seinem Vortrag Continue reading